Nachtrag zu gestern
... zu Chants fiel mir gerade noch ein, daß einfache, immer wiederholte Tonfolgen bei mir ja schon "besetzt" sind.
Beim Gesangstechnik-Üben benutze ich nämlich solche Tonfolgen. Tonleiterfragmente, Arpeggien, Tonleitervariationen - möglichst simpel, möglichst so, daß die Tonfolge an sich wenig Aufmerksamkeit erfordert, nur so, daß man Klangmaterial hat, um eine bestimmte technische Sache zu üben. Und das ist mit einer ganz anderen Aufmerksamkeit verbunden: spüren, was wo im Körper geschieht, wie sich das anhört, auch Kontrolle und bewußtes "Machen" - eben alles, nur nicht die Trance, die im magischen Ritual brauchbar wäre. Vielleicht ist das so hard wired, daß deshalb gewöhnliche Chants für mich nicht funzen. OK, funzen sie halt nicht: dann sind meine Wege zur Trance eben andere.
Und nein, nochmal: ich will nicht jammern, daß alle anderen zu schlecht und ich zu gut bin, ich stelle nur fest, daß ich anders ticke und im Moment noch keine Möglichkeit sehe, die spirituelle Kraft, die ich im Gesang spüre, auf eine mir angemessene Weise auszudrücken.
Mehr jetzt nicht, sonst latsche ich wieder von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen.
Beim Gesangstechnik-Üben benutze ich nämlich solche Tonfolgen. Tonleiterfragmente, Arpeggien, Tonleitervariationen - möglichst simpel, möglichst so, daß die Tonfolge an sich wenig Aufmerksamkeit erfordert, nur so, daß man Klangmaterial hat, um eine bestimmte technische Sache zu üben. Und das ist mit einer ganz anderen Aufmerksamkeit verbunden: spüren, was wo im Körper geschieht, wie sich das anhört, auch Kontrolle und bewußtes "Machen" - eben alles, nur nicht die Trance, die im magischen Ritual brauchbar wäre. Vielleicht ist das so hard wired, daß deshalb gewöhnliche Chants für mich nicht funzen. OK, funzen sie halt nicht: dann sind meine Wege zur Trance eben andere.
Und nein, nochmal: ich will nicht jammern, daß alle anderen zu schlecht und ich zu gut bin, ich stelle nur fest, daß ich anders ticke und im Moment noch keine Möglichkeit sehe, die spirituelle Kraft, die ich im Gesang spüre, auf eine mir angemessene Weise auszudrücken.
Mehr jetzt nicht, sonst latsche ich wieder von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen.
ryuu - 5. Apr, 13:32
distelfliege - 5. Apr, 18:00
Vielleicht könntest du statt wegtrancen son buddhistisches Achtsamkeitsding/Bewusstseinsübung mit der Methode hinkriegen.
ryuu - 7. Apr, 00:09
Tatsächlich kann auch Gesangstechnik üben, Musizieren überhaupt, sehr viel mit Achtsamkeit und Bewußtheit zu tun haben. In "The Inner Game of Music" ging's zum Beispiel oft drum, an schwierigen Stellen nicht "richtig machen" zu wollen, sondern wahrzunehmen, was an der Stelle eigentlich geschieht, um Fokussierung und Bewußtheit, auch um Vertrauen und "flow". Klingt jetzt erstmal nicht sonderlich meditativ, vor allem, wenn man eben buddhistische Meditationspraxis vor Augen hat, aber es hat mehr Meditatives, als mensch meinen sollte.






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