Götter & Menschen

27
Jun
2008

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io polymorphia!

Da liegt was in der Luft: Da meckert die Distel über übliche Vorstellungen vom Jahreskreis. Be||a fühlt sich angegriffen, cevin gleich mit und ich fühle mich immer noch unbequem mit meiner unerklärbar-wilden Spiritualität und sitze zwischen den Stühlen. Denn ich mag die beiden trotz der großen theologischen Unterschiede zwischen uns und kann trotzdem Distels Meckerei vom Grundsatz her nachvollziehen, wenn auch nicht in der Schärfe und Wortwahl.

Mein Senf: Ich merk's immer deutlicher: Ich kann mit Polaritäten wenig anfangen. Sie sind nicht maßgeblich für meine Spiritualität. Ganz besonders mag ich "männlich" und "weiblich" kein Gewicht mehr geben - das tut unsere Gesellschaft schon so genug, das hat mich tief verletzt, das muß ich nicht auch noch im Spirituellen auswalzen.
Vielheit, Wildheit, Uneindeutigkeit. Verbundenheit mit Wind und Wetter, Bäumen und Steinen. Die Gemeinschaft zwischen Göttern und Menschen. Damit kann ich was anfangen. Nicht umsonst habe ich einen magischen Namen gewählt, der sich auf wilde, anarchische, urtümliche Wesen bezieht.

Vielheit heißt für mich nicht, daß ich es mit einer gesichtslosen polymorphen Masse zu tun habe. Ja, manchmal wende ich mich an meine Gottheiten als Kollektiv: "Ihr Götter", aber im Regelfall wende ich mich an eine spezifische Macht. Was für mich ganz persönlich auch heißt, den Anspruch aufzugeben, daß ich in jedem Ritual die Totalität aller Gottheiten ansprechen will. Wenn mehrere Leute zusammen was machen und jeder seine Gottheiten einlädt, dann kommt schon ein respektabler Umfang zusammen (es sei denn, man hat eine sehr einseitige Runde). So habe ich das Vertrauen, daß schon immer alle wichtigen Wesenheiten anwesend sein werden.

Disclaimer: Das ist meine ganz persönliche Art von Spiritualität. Ich erhebe keinen Anspruch darauf, daß das für irgend jemand anders gelten soll. Ich möchte nur nicht, daß irgendwer einfach annimmt, seine Art der Spiritualität würde für mich mit gelten. So. Jetzt verzieh ich mich in meine nette kleine queere Enklave. Io Polymorphia!

22
Jun
2008

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Sommersonnenwende

habe ich gestern mit der Blótgemeinschaft Berlin gefeiert. Eine ganz andere Art von Fest, aber auf seine Weise poetisch, magisch, wunderbar. Ich habe mich sehr, sehr wohl gefühlt.

Jetzt habe ich einen Ohrwurm:

SingvøgelFeuersang

Und wie ich so durch den Wald lief, hatte ich das Gefühl, ich muß irgendwann in der Nähe des Waldes leben. Sind meine Tage als Großstadtkind gezählt? Oder bin ich nur melodramatisch?

Laßt Euch nicht ärgern an diesem wunderbaren, sonnigen Mittsommertag!

ryuu

15
Mai
2008

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Meine Vision - neu

Ich habe mein Vision Statement mal ein bißchen aufgehübscht und ein paar Credits nachgetragen. Jetzt sieht's nicht viel anders aus als vorher. Aber ein paar Details gefallen mir jetzt besser.

10
Mai
2008

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Im Erpetal

war ich heute mit einigen Leuten von einem hiesigen Heidenstammtisch. War ein sehr schöner Nachmittag mit Picknick und netter Landschaft.

Erpetal 2

Außerdem begegnete uns noch ein Hexenhaus:
Hexenhäuschen

Mehr Bilder gibt es bei ipernity. Und die amazone hat auch noch ein paar Bilder.

1
Mai
2008

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Walpurgisnacht

war ja gestern schon - da das Feiern mit bitchwitch und cev wegen akuter Arbeitsüberlastung seitens bitchwitch kurzfristig ausfiel, habe ich dann mein eigenes, eher stilles Fest gemacht: Spazieren gehen, kleines Feuerchen im noch erhaltenen Kachelofen machen und einen eher persönlichen Ritus mit ein paar Göttinnen und Ahnen veranstaltet.

Notes to self:
  1. Ich bin aus der Übung, was Ofenheizung betrifft.
  2. Nie wieder Äste verheizen, die zu groß sind, daß ich dann die Ofentür zumachen kann: führt zu Feuersitten, bis die durchgeglüht sind und evtl. zu ner zugequalmten Bude. Zum Glück war's mild genug für mehrstündiges Lüften, und das Feuersitten war auch irgendwie eine meditative Angelegenheit.
  3. Die Morgenpost ist kein gescheites Anmachpapier. Brennt scheiße.
  4. Holz kann gar nicht trocken genug sein zum Heizen.
Immerhin hatte ich es nachts dann schön kuschlig. *g*

Und wo die Distel "Beltane Schwanzfrei" fordert, tja, da denke ich dran, daß ich mich seltsam schizophren fühle, einerseits Wicca so scharf zu kritisieren, wie ich es immer wieder tue, und andererseits aber doch dann und wann so zu feiern. Ich fühle mich unwohl damit - aber das ist jetzt wieder eine persönliche Geschichte. Ein langes Essay über meine Verweigerung von Geschlechterdichotomie und was die mit meinem Heidentum zu tun hat, schreibe ich ein andermal.
Ach, schwer, das zu erklären - ich denke, die Zaunreitenden und androgynen Seelen da draußen werden's verstehen.

Wenn ich was mit diesem Datum in Verbindung bringe, dann den Frühling in seiner vollen Blüte. Zur Frühjahrstagundnachtgleiche fängt der gerade an, jetzt erst haben die Laubbäume knatschneongrüne junge Blätter und die Fichten haben ihre jungen Triebe, an denen die Nadeln noch ganz weich sind. Wenn irgendein Thema jetzt an der Tagesordnung ist, dann Vitalität, Wachstum und - für mich gerade auch - Wildheit. Die kann sich sexuell ausdrücken, muß aber nicht. Mich überkommt da eher die Lust, mich mit Schlamm einzuschmieren.

So, und jetzt geh ich erstmal mit Textilien spielen.

Einen schönen Mai wünscht

ryuu

20
Feb
2008

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ich weiß, sie liest es nicht

- und trotzdem muß ich hier wohl mal sagen, wie sehr ich dankbar bin, daß es meine beste Freundin gibt. Ich habe mich gestern abend endlich getraut, ihr mein Herz auszuschütten über eine Sache, die mir schwer im Magen liegt, und wo ich weiß, daß sie anders denkt als ich. Und das war gut so! Jetzt sitze ich hier mit ein paar neuen Denkanstößen, mit dem Vorsatz, mir die auch zu Herzen zu nehmen.
Eva und ich sind in einigen Dingen verschiedener Meinung, aber in anderen wieder ein Herz und eine Seele. Uns verbinden zehn Jahre Freundschaft, und wir haben so manche schlimme Zeit miteinander ausgestanden. Und schöne Zeiten erlebt!
Ach Eva, ich wünschte, wir könnten uns mal wieder von Angesicht zu Angesicht sehen, wieder stundenlang an der Saar spazierengehen, durch den Wald stromern, gemeinsam Gewandung oder Latexwaffen basteln oder Berlin unsicher machen...

Es ist so toll, daß es Dich gibt!

17
Feb
2008

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Ritual für Stärkung & Affirmation

Dies ist eine Übung, die wir (also bitchwitch, cev und unsere Vierte im Bunde) zu unserem Imbolc-Ritual erfunden haben. Sie dient der Bestärkung einer persönlichen Vision.

Vorbereitung
Nicht unbedingt notwendig, aber manchmal sinnvoll: sich im Vorhinein zu überlegen, welche persönlichen Visionen oder Wünsche Kraft und Bestätigung brauchen können (ob’s nun ein neuer Job ist, ob man den eigenen Körper lieben möchte oder sich dem Unbekannten stellen). Wer noch nicht so geübt darin ist, Wünsche kurz, knackig und positiv zu formulieren, mag sich vielleicht vor dem Ritual ein paar Sätze ausdenken.
Wichtig ist: kurz und knackig, ohne komplizierte Bedingungen oder Details und positiv formuliert, d.h. ohne Negationen.

Die Übung an sich
Alle stellen sich im Kreis auf. Eine/r stellt sich in die Mitte. Je nach Lust & Behagen können die anderen ihn/sie berühren, z.B. eine Hand auf die Schulter legen. Die Person in der Mitte visualisiert eine Aussage und spricht sie laut aus, z.B. „Ich bin stark und setze mich durch!“, die Gruppe visualisiert das ebenfalls (also in diesem Fall die Person, die in der Mitte steht, voller Stärke und Durchsetzungsfähigkeit) und antwortet: „Du bist stark und setzt dich durch!“
Der Satz und sein Echo werden nach Bedarf noch ein paarmal wiederholt, dann kommt der nächste Satz mit Echo usw. Nach einigen „Runden“ geht die nächste Person in die Mitte usw. Bei größeren Runden kann es sinnvoll sein, Absprachen zu treffen, z.B. wie oft jeder Satz „geechot“ werden soll oder wie viele Sätze jede/r maximal macht, damit das Ganze nicht zu einer Endlossession wird.

7
Feb
2008

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Sippe

Ich muß meine Freunde, meine Wahlverwandten, mal loben. Da kann ich kaum krauchen, laß das verlauten und es bieten sich gleich mehrere Leute an, für mich einkaufen zu gehen. Ihr seid eine tolle Wahl-Sippe :)

13
Jan
2008

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Vision Statement

Das war's, wofür ich vor ein paar Monaten lizenzfreie Musik gesucht habe. Was lange währt, wird endlich gut. Oder so.


Die Technik für dieses Vision Statement wurde von Malcolm Cohan entwickelt. Iris hat sie mir beigebracht. Danke!

edit... ich vergaß doch tatsächlich: Die wundervolle Musik ist von Vincent Bernay, und zwar die Titel "Around" und "Etincelle" vom Album "Etincelle".

30
Dez
2007

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Was ich dieser Tage so mache aka Rauhnächte

(angeregt durch die Wurzeline)
Die Rauhnächte - dieses Jahr ist es das erste Mal, daß ich sie so bewußt gestalte und auch Zeit für mich habe, denn sonst war ich immer bei Familie oder bei Eva.

Eigentlich gibt es da gar keine großen "Rituale". Mehr: Ausruhen (ganz wichtig - ich schlafe gerade sehr, sehr viel), mich bekrabbeln nach der Magisterarbeitszeit, die irgendwie doch zum Ausnahmezustand geraten ist und dementsprechend viel durcheinandergebracht hat, Altes abschließen (ist wohl auch durch den Studienabschluß bedingt und begünstigt), Saubermachen, der Wunsch, eine Vision zu suchen: Was will ich? Wer werde oder will ich sein, wenn ich die Identität als Studentin ablege?
Und ich nutze die Tage, um immer wieder mit Übungen aus Jan Fries' "Visuelle Magie" zu arbeiten (ein großartiges Buch, wie auch "Helrunar" - besitze ich beide übrigens nicht, sondern habe sie immer wieder nur leihweise). Überhaupt will ich diese Tage gern nutzen, um mich weiter mit Trancezuständen vertraut zu machen.

Der Wunsch, meine spirituellen Fähigkeiten auszubauen, ist ganz klar einer für 2008, dann der Wunsch, gesundheitlich wieder auf die Beine zu kommen - 2007 ging's in der Hinsicht nicht so toll - und wieder Kampfsport zu machen. Ob Ju Jutsu oder doch Kendo, wird sich zeigen.
Es regt sich aber auch der Wunsch, meine verkümmerten Fähigkeiten als Musikerin wieder zu päppeln, wieder Gitarre zu spielen und vor allem zu singen. Noch hemmt mich ein bißchen das Gefühl musikalischer Heimatlosigkeit - das ist aber eine andere Geschichte.

Das neue Jahr hat übrigens für mich schon angefangen, an Samhain. Sowas wie "Jahresorakel" ist daher nicht angesagt. Die Rauhnächte sollen trotzdem eine gute Zeit sein für Orakeleien, und es gibt so viele Themen, die ich gern mal orakeltechnisch beleuchten würde.

Jetzt geh ich aber erstmal ein paar Baumarten bestimmen, mit denen ich mich vorhin beim Spazierengehen unterhalten hab.

Habt eine schöne Zeit und kommt gut ins Jahr 2008!

ryuu

PS: Ach ja, ganz zum Vergnügen das eine oder andere nähen will ich dieser Tage auch :)
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