22
Feb
2008

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come out and shine

Mein Gespräch mit Eva am Dienstagabend hat diesen Beitrag hier in ein ganz neues Licht gerückt. Nämlich: Warum bewerte ich eigentlich nach "normal" oder "unnormal"? Verbiegen und "normal spielen" kann ich eh nicht, habe ich nie gekonnt und auch nie gewollt. Sind wir nicht alle ein bißchen... ? Habe ich nicht auch schon bei den oberflächlich stinknormalsten Menschen auf einmal positive Überraschungen erlebt, wenn es einen Anlaß gab, hinter die Fassade zu schauen?
Vielleicht ist das einzige wichtige Kriterium, wenn's um mein Privatleben geht: will ich mit diesen Menschen zu tun haben oder nicht. Also lautet die Frage eigentlich: warum mach ich mir eigentlich einen Kopf, was andere von mir denken. Ich mach' doch eh, was mir wichtig ist, und die Menschen, die mich kennen und lieben, verstehen auch das, was ich tue. Warum also die Scham und die Scheu.

Nachdenkliche Grüße

ryuu

20
Feb
2008

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ich weiß, sie liest es nicht

- und trotzdem muß ich hier wohl mal sagen, wie sehr ich dankbar bin, daß es meine beste Freundin gibt. Ich habe mich gestern abend endlich getraut, ihr mein Herz auszuschütten über eine Sache, die mir schwer im Magen liegt, und wo ich weiß, daß sie anders denkt als ich. Und das war gut so! Jetzt sitze ich hier mit ein paar neuen Denkanstößen, mit dem Vorsatz, mir die auch zu Herzen zu nehmen.
Eva und ich sind in einigen Dingen verschiedener Meinung, aber in anderen wieder ein Herz und eine Seele. Uns verbinden zehn Jahre Freundschaft, und wir haben so manche schlimme Zeit miteinander ausgestanden. Und schöne Zeiten erlebt!
Ach Eva, ich wünschte, wir könnten uns mal wieder von Angesicht zu Angesicht sehen, wieder stundenlang an der Saar spazierengehen, durch den Wald stromern, gemeinsam Gewandung oder Latexwaffen basteln oder Berlin unsicher machen...

Es ist so toll, daß es Dich gibt!

18
Feb
2008

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Queerlee

jetzt bin ich schon seit dem offiziellen Launch am 24. Januar bei Queerlee und irgendwie habe ich den Eindruck, es ist da nix los oder ich schnalle nicht, wie so'ne Social Networking-Geschichten funzen. (StudiVZ hat mir auch keinen Spaß gemacht, deshalb hab ich da auch keinen Account mehr.) Vielleicht sind auch nur die Suchmöglichkeiten noch nicht ausgefeilt genug, daß ich andere, mir seelenverwandte Spinner* finden kann.
Vielleicht überschätze ich meine Exotik aber auch mal wieder und vielleicht bin ich nur durchschnittlich versponnen... sind wir nicht alle ein bißchen ...?
*grübel*

Wie auch immer. Einen Eintrag mehr in meiner Eiskuh-Buddylist hat mir die Seite immerhin schon beschert. Ich mach mich mal an den Papierkrieg.

*(Spinner hier als unzureichende Übersetzung für "Nerd im weiteren Sinne": "Im weiteren Sinn konzentrieren sich Nerds auf Spezielles, das anderen Menschen langweilig oder abstrus erscheinen kann" (Wikipedia) - die engere Definition ist für mich ja unzutreffend, weil ich ja eigentlich kein Computernerd bin, auch wenn ich ein Faible für den ganzen IT-Kram hab, neben meinen ganzen anderen exotischen Faibles.)

17
Feb
2008

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Ritual für Stärkung & Affirmation

Dies ist eine Übung, die wir (also bitchwitch, cev und unsere Vierte im Bunde) zu unserem Imbolc-Ritual erfunden haben. Sie dient der Bestärkung einer persönlichen Vision.

Vorbereitung
Nicht unbedingt notwendig, aber manchmal sinnvoll: sich im Vorhinein zu überlegen, welche persönlichen Visionen oder Wünsche Kraft und Bestätigung brauchen können (ob’s nun ein neuer Job ist, ob man den eigenen Körper lieben möchte oder sich dem Unbekannten stellen). Wer noch nicht so geübt darin ist, Wünsche kurz, knackig und positiv zu formulieren, mag sich vielleicht vor dem Ritual ein paar Sätze ausdenken.
Wichtig ist: kurz und knackig, ohne komplizierte Bedingungen oder Details und positiv formuliert, d.h. ohne Negationen.

Die Übung an sich
Alle stellen sich im Kreis auf. Eine/r stellt sich in die Mitte. Je nach Lust & Behagen können die anderen ihn/sie berühren, z.B. eine Hand auf die Schulter legen. Die Person in der Mitte visualisiert eine Aussage und spricht sie laut aus, z.B. „Ich bin stark und setze mich durch!“, die Gruppe visualisiert das ebenfalls (also in diesem Fall die Person, die in der Mitte steht, voller Stärke und Durchsetzungsfähigkeit) und antwortet: „Du bist stark und setzt dich durch!“
Der Satz und sein Echo werden nach Bedarf noch ein paarmal wiederholt, dann kommt der nächste Satz mit Echo usw. Nach einigen „Runden“ geht die nächste Person in die Mitte usw. Bei größeren Runden kann es sinnvoll sein, Absprachen zu treffen, z.B. wie oft jeder Satz „geechot“ werden soll oder wie viele Sätze jede/r maximal macht, damit das Ganze nicht zu einer Endlossession wird.

16
Feb
2008

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Mehr lesenswertes

Im Wurzelwerk gibt es inzwischen auch Teil 3 und 4 der Serie über den deutschen Wald, die ich so toll fand.
Die Distel war auch fleißig: in ihrem Blog schreibt sie über eine verschenkte Chance, (vor allem) weibliche Handarbeit als Kunst zu würdigen (ich erinnere mich da dunkel an einen schon etwas älteren Text von Silvia Bovenschen, der sich demselben Problem widmete), und im Wurzelwerk stellt sie verschiedene Strömungen des Feminismus dar (Teil 1 und 2) - ein Text, den ich immer wieder gern lese, weil er für mich deutlich macht, daß man nicht sagen kann: Dekonstruktionismus ist hui, gynozentrischer Feminismus ist bäh, sondern daß alle diese Einzelströmungen ihre Berechtigung haben.

Bin ich eigentlich Feministin? Nicht im engsten Sinn. Mir liegt eigentlich die Befreiung der Menschheit von doofen, starren, einengenden Geschlechterrollen und -klischees am Herzen, egal ob mensch nun weiblich, männlich, transgender oder noch was ganz anderes ist.

Viel Spaß beim Lesen!

ryuu
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Klavier oder kein Klavier...

Ja, das Klavier. Da bin ich zur Zeit ambivalent: Es ist ein sehr praktisches, nützliches Instrument. Und man kann tolle Dinge damit anstellen.
Aber es war für mich auch so lange Pflichtübung: ich hab's eigentlich nur gelernt, weil es für die klassische Musik eben unumgänglich ist, wenn man die in irgendeiner Form professionell machen will.
Und jetzt muß ich eben nicht mehr. Will zwar wieder meine instrumentalen Fertigkeiten ausgraben, aber wenn, dann lieber mit dem Instrument, das ich zuerst gelernt (sieht man von, sehr zur Erleichterung meiner Umwelt, sehr bald beendeten Versuchen mit der Blockflöte) und auch sehr geliebt habe, mit der Gitarre.
Ja, da ist der Traum, irgendwann mal auch nicht-klassisch Gitarre spielen zu lernen, Liedbegleitung z.B., und, so als Traum am Horizont: eine E-Gitarre anschaffen und Metalgitarre lernen. Hachja. Ich schmeiß jetzt erstmal ne Runde Moonsorrow an... Vielleicht kommt meine Liebe zum Klavier ja eines Tages wieder. Vorerst genieß ich mal, daß ich es nicht muß, und fasse in aller Ruhe ab und zu die Klampfe mal wieder an.

13
Feb
2008

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Crossdressende Wikingerinnen und weibliche Samurai

... gerade gestern stieß ich in der Edda auf das Herwörlied, eine Geschichte von einer Frau, die als Mann lebt und Anführer einer Wikingerschar wird. Interessanterweise wird Herwör zwar als ein bißchen gaga beschrieben, aber hauptsächlich, weil sie eine Insel besucht, auf der's spukt und keine bzw. (je nachdem, wie man das Gedicht interpretiert) erst im Nachhinein Angst vor den Toten zeigt; ihr Geschlechterwechsel wird ihr aber nicht zur Last gelegt, obwohl sie sich gegenüber ihrem toten Vater zu erkennen gibt - und weil sie unbedingt das Schwert ihres Vaters haben will, von dem er fest überzeugt ist, daß es der Familie Unglück bringt.

Auch im mittelalterlichen Japan gab es einige weibliche Soldaten - vor allem sogenannte ashigaru, rangniedere, leichtbewaffnete Fußsoldaten. Berichte über weibliche Samurai sind noch seltener; Tomoe Gozen soll eine von ihnen gewesen sein - ob sie eine historische Gestalt ist oder doch "nur" eine Legende, ist allerdings umstritten. Historische Wahrheit oder Legende: ihre Geschichte hat mich fasziniert (und ist wahrscheinlich der Stoff, aus dem Anime von schönen, unglaublich kampfstarken Frauen gemacht werden).

11
Feb
2008

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es ist soweit

heute kam ein Brief von der Uni: Meine Magistraurkunde ist fertig. *freuhüpfstrahl* Jetzt muß ich mich nur entscheiden: will ich die einfach so abholen oder sie mir am 28. hochzeremoniell in die Hand drücken lassen? Ich brauch das Teil ja auch für Bewerbungen und so...

Ich trinke jetzt erstmal eine Tasse Tee auf die guten Nachrichten.
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Drucker

hab mich jetzt entschieden... der da soll's werden. Ich erinnere mich nämlich, daß ich schon letztes Jahr, als mich mein Epson verließ (der Waste Counter hatte zugeschlagen und ich hatte noch nicht gehört, wie man sowas hacken kann), mit Herzchenaugen um ein Modell aus der Reihe rumschlich. Weil ich aber gerade sehr akut knapp bei Kasse war - auch das Handy war am selben Tag in die ewigen Jagdgründe eingegangen - kam ich auf die Fehlentscheidung, mir einen ganz billigen zu holen, so einen, wo die Patronen mehr kosten als der Drucker, in der Annahme, daß das mit dem Nachfüllen geht. Nun hat sich das Nachfüllen aber als a) Schweinerei erwiesen (ich sehe hinterher aus wie ein Kindergartenkind nach sehr viel Spaß mit Fingerfarbe) und b) klappt das mit dem Schwarz vielleicht gerade noch, aber die Farbe ging nach dem zweiten Nachfüllen schon gar nicht mehr, c) bin ich alle Naselang da am Rumfummeln und d) spinnt die Tintenstandanzeige damit total. e) ist die Druckqualität auch unter aller Kanone.
Das war also ein Schlag ins Wasser.

Jo - der Drucker wird das Geburtstagsgeschenk, das ich von meiner Mom kriege - ich freu' mich schon jetzt drauf.

Laßt Euch nicht ärgern!

ryuu

10
Feb
2008

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Neues vom Knie

Morgen ist die OP eine Woche her. Ich kann jetzt schon wieder kleine Strecken gehen: zum Beispiel zu meiner Ärztin um die Ecke und zurück. Aber Treppensteigen ist nach wie vor eine arge Herausforderung. Im Knie sitzt noch ein dicker fetter Bluterguß und das ganze Bein ist verschwollen, eine kleine Stelle am Knie fühlt sich taub an (vielleicht sollte ich froh drum sein: so spüre ich die Naht nicht). Die ersten Schritte nach dem Aufstehen sind immer noch schmerzhaft, der Impuls zu hinken beim Gehen immer noch stark. Ich stehe auch noch kontinuierlich unter Schmerzmitteln.

Aber, falls jemand fragt: Langeweile hab ich keine. Ich hab soviel Formalienkram - ständig irgendwelchen Ämtern oder der Krankenkasse zu schreiben UND das Thema Recherche nach dem optimalen Drucker für mich erweist sich auch als sehr, sehr zeitaufwendig. Ein Buch will ich noch rezensieren (für den Regenbogenhain - überhaupt, Bücher rezensieren macht mir richtg Freude), meine Gitarre macht mir jetzt auch viel Spaß und der Vorsatz, öfter mal so richtig ausgiebig und konzentriert zu singen, vielleicht sogar meine klassische Technik wieder zu polieren, ist auch noch nicht gestorben.

Trotzdem versuch' ich etwas, von meiner üblichen Ruhelosigkeit wegzukommen. Sonst bin ich ja wie so ein aufgezogener Hamster im Laufrad, immer beschäftigt, egal mit was. Und jetzt gönne ich mir eben, daß ich mir mal eine geführte Meditation anhöre oder einfach mal zwischendrin eine halbe Stunde lese.

Und dann ist da noch eine beschissene Vergangenheit, die mir immer wieder im Kopf rumspukt (oder sehe ich nur die dunklen Punkte, nicht die schönen Dinge, die ich ja auch erlebt habe?), und ein paar verdammt dicke emotionale Macken.
Ich weiß nicht - hängt's an diesem schwierigen Umbruch, der im Gange ist (ein Ziel in puncto Beruf ist immer noch nicht in Sicht - was ist da die Henne und was das Ei?), daß ich das jetzt wieder so spüre, oder habe ich da ein richtiges, echtes Problem? Ich weiß es echt nicht. Fühl mich ratlos.

Wie auch immer: Laßt Euch nicht ärgern! Ich geh jetzt mal in die Küche, Gemüse schnippeln.

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