2
Dez
2007

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Danke, liebe Wurzel!

geschenk

Diese beiden Bücher und die Karte habe ich diese Woche ganz überraschend von der Wurzelfrau bekommen. Danke!

29
Nov
2007

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Home sweet home

... so fühlt sich die Bibliothek gerade an. Was kann ich hier ruhig und entspannt und konzentriert sitzen - dieser Ort ist gerade eine Zuflucht vor dem emotionalen Turbulenzen, die mich gerade beuteln. Dank USB-Stick, Stickware und PC-Pool kann ich hier sogar schreiben. Tut gut. Danke, liebe Uni, für diese tolle Bibliothek.

26
Nov
2007

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Kleine Grünlilien abzugeben

Meine Grünlilien machen Ableger wie nix Gutes, vier Stück sind's schon. Mag irgendjemand welche haben?

Ich habe in meinen Anmerkungen über die Arbeit ganz vergessen, daß ich neuerdings sehr froh über die Diktiergerätfunktion meines Handys bin. Obwohl ich mein Notizbuch immer mit mir herumschleppe, ist es doch nochmal etwas anderes, auf mein Handy zu labern, während ich gehe (unterwegs oder im Zimmer auf und ab). Vielleicht sollte ich mir von dem Autor, über den ich schreibe, eine Angewohnheit abschauen, die er "Produktivspaziergänge" nannte.
Hauptmann hat übrigens auch sehr viel nicht eigenhändig geschrieben, sondern seinen diversen Sekretärinnen diktiert.

Jetzt mach' ich aber erstmal ein paar Fotos, ich habe mal wieder einen Dinge-Verhöker-Schwung auf ebay gestartet.

Laßt Euch nicht ärgern!

ryuu

25
Nov
2007

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Freie Musik

... die Suche war lang, aber Jamendo muß ich jetzt doch mal loben. Die Suchmöglichkeiten wären zwar verbesserungswürdig, aber das eine oder andere schöne Album habe ich dort entdeckt. Besonders gefällt mir Rob Costlow, ein Solopianist, der mich vage an Keith Jarret erinnert.

24
Nov
2007

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Prioritäten

Selten waren meine Prioritäten so klar wie jetzt. Diese Arbeit fertigstellen. Egal wie gut oder wie schlecht, Hauptsache rechtzeitig und es reicht für "bestanden". Klar sind da immer noch nebenjobbedingte Turbulenzen - in nautischen Metaphern: schwere See und Sturmböen -, aber jetzt gerade ist es glasklar, daß ich, wenn nötig, sogar riskiere, im Dezember auf Pump zu leben. Nachdem ich letztens über meinen Lebenslauf nachgedacht habe, besonders über meine letzten Jahre, wurde mir das klar: Dieses Studium zu beenden, ist in den letzten Jahren zu etwas unglaublich Wichtigem für mich geworden und jetzt gerade tatsächlich das Wichtigste in meinem Leben.

Ich stelle fest, daß ich jetzt etwas brauche, was mir bei kleineren Arbeiten abging: ich brauche etwa zwei Stunden, um in Fahrt zu kommen. Bei früheren Arbeiten konnte ich mich an den Tisch setzen, mir eine Aufgabe schnappen, loslegen. Jetzt kann's schon mal eine Weile dauern, die ich nur lustlos, uninspiriert und ohne rechten Mut zum Fehler durch die Gegend tippe. Oft kommt dann die Inspiration, wenn die Arbeitszeit, die ich mir für den Tag gesetzt habe, um ist, oder fast um (ich bin eindeutig eher ein Zeit-Kontingentierer).

73 Seiten Rohtext habe ich schon. Vieles davon redundant, wahnsinnig viele Zwischenüberschriften, die sehr viel Platz fressen. Vieles steht noch am falschen Platz. Aber diese Zahl gibt mir schon Sicherheit, denn inhaltlich ist noch viel zu schreiben, und ich kenne mich: erst habe ich Sorgen, daß ich den Umfang nicht schaffe, hinterher habe ich Schwierigkeiten, nicht über das Maximum hinauszuschießen. Jetzt fällt mir so unglaublich viel ein, was ich zu dem Thema sagen kann. Ich halte mich erstmal an den Ratschlag, den Lutz von Werder für die Phase der Rohschrift gibt: Schreiben Sie zuviel. Schreiben Sie viel zu viel.

15
Nov
2007

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Krise ist ein produktiver Zustand...

...man muß ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. (Wer hat das noch gesagt?)

Ich lebe dieser Tage mit einem ständigen Krisengefühl. Akut seit gestern, als ich ein echt heftiges Gespräch mit meiner direkten Vorgesetzten und der Firmenchefin hatte. Grund: Mehrere major miscommunications, die in dieser Firma irgendwie an der Tagesordnung sind. (Oder passiert das nur mir?)

Ich komme mir vor wie die letzte drama queen. Alte Erinnerungen an eine Zeit, als ich gelitten habe wie ein Hund, kommen wieder hoch. Ich schaue mir meine Zeit an, seit ich nach Berlin gezogen bin, und verurteile mich gnadenlos. Dann wieder der Impuls, die Schuld dafür bei anderen zu suchen, den Umständen, den Subkulturen, wasweißich. Unvermögen, anderen begreiflich zu machen, warum mich jeder Wind umwirft, warum ich so übersensibel bin, warum ich in den letzten Jahren so sehr kämpfen mußte, was so schwer daran sein soll, nicht nur gegen zig Widerstände seine Identität zu finden und zu behaupten, jahrelang mit vergeblicher Sehnsucht nach einer gelingenden Beziehung fertig zu werden, Arbeitsstörungen und writer's block epischen Ausmaßes zu überwinden und last not least mehrere Jahre Studium und schlecht bezahlte Erwerbstätigkeit unter miesen Bedingungen unter einen Hut zu bringen.
Der Gedanke, daß mein Leben seitdem eine Tragödie war, alles Schöne, was ich in den letzten Jahren erlebt habe, entgleitet mir, wird blaß und schal. Die Frage: Wofür streng ich mich eigentlich an, wenn man meine mühsam abgetrotzte Leistung für selbstverständlich, ja für das Minimum nimmt. Warum streng' ich mich eigentlich an, wenn's mir anscheinend gar nix bringt, mich abzurackern, wenn nicht mal jemand zur Kenntnis nimmt, daß ich mich bemühe, gute Arbeit zu leisten, wenn mir statt dessen immer neue Knüppel zwischen die Beine geschmissen werden? Bin ich am Ende nicht gut genug, daß ich sogar diese mir als selbstverständlich unter die Nase geriebene Minimalleistung als verdammt hohe Meßlatte empfinde?
Ich mag nicht mehr.

Und doch: Ich lebe zur Zeit für meinen Studienabschluß. Selten war mir etwas so wichtig. Ich fühle mich, als wäre ohne dieses Papier, auf das ich hinarbeite, all die Arbeit der letzen Jahre vergebens. All die Mühe und der Kampf. Ich will den Triumph: daß ich was zuende gebracht habe. Daß ich nicht nur vielversprechende Anfänge kann, die dann absterben.

Und doch muß ich mich auch gegen die Reden von Erfolg und Relevanz wehren. Meine kostbaren Schätze sind vielleicht nicht zu Geld zu machen, aber mir sind sie unbezahlbar. Ich habe meine Stimme. Meine Phantasie. Meine Begabung für Sprache. Ich habe reiche und tiefe Gefühle, in den Augen mancher Leute bin ich vielleicht sogar zu emotional. Ich habe einen wachen, interessierten analytischen Verstand. Ich habe meinen ganz eigenen Weg und meine Magie, ich habe eine reiche und eigenwillige Kreativität.

Das mußte mal gesagt werden. Vielleicht kriege ich jetzt diesen besch***enen Antrag vom Schreibtisch, der da dringend abgeschickt sein will.

Laßt Euch nicht ärgern!

ryuu

13
Nov
2007

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Halsweh, Kopfweh, mäh.

Ich bin immer noch nicht gesund. Ich brauch dringend Geld, das kann ich nur verdienen, wenn ich arbeiten gehe, meine Arbeit erfordert meine Stimme, wenn ich arbeiten gehe, werde ich erst recht nicht gesund...

M'ah. Ich hab keine Lust mehr auf den Mist. Weiß nicht mehr weiter.

Laßt Euch nicht ärgern!

ryuu

10
Nov
2007

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Was waren das noch für Zeiten...

als ich noch von 800 Mark im Monat leben konnte. Als Bahntickets noch bezahlbar und berechenbar waren. Als Telefonleitungen noch einfach funktionierten - ohne Tarifdschungel, ohne technischen Huddel.

Ich habe dieser Tage melancholisch-nostalgische Gefühle. Ich fühle mich akut so, als würde uns - den ganz normalen Menschen wie du, ich und meine Nachbarn - unser Leben immer mehr weggenommen und durch ein mieses, fimschiges, billiges, mangelhaftes, lieblos zusammengehauenes Importprodukt aus einem Billiglohnland ersetzt. Stichworte: Hartz-Reformen, Prekarisierung, Gesundheitsreform, Privatisierung von Telekommunikation, Wasser, Strom, Gas, Bildung und anderen öffentlichen Gütern.

Unsere liebe Bundesregierung hat ihren Anteil an meinen Frustgefühlen. Gestern wurde die Vorratsdatenspeicherung beschlossen - mich beschleicht das ungute Gefühl, daß bald der Staat überall mithört und wir eine Totalüberwachung vom Feinsten haben werden.
Ich habe das Gefühl, diese Regierung schert sich kein bißchen um das Wohl ihres Volkes (das NICHT deckungsgleich ist mit dem Wohl der Großkonzerne und der Lobbys) und erst recht nicht darum, was das Volk will und denkt.

Ich denke manchmal halb unernst ans Auswandern. Nur wohin? Ich stehe doch sehr auf Gleichberechtigung der Geschlechter und Akzeptanz von Homos. Ich lebe verdammt gern in Deutschland, trotz einer Regierung, die mich frustriert. Im Großen und Ganzen mag ich dieses Land, aber liebe Politik, wenn Du so weitermachst, wirst Du mich irgendwann hier wegekeln.

Ich geh jetzt erstmal duschen.

Laßt Euch nicht ärgern!

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